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Sonderverein der Züchter des Zwerg Hamburger Huhnes

 

 

75 Jahre Sonderverein der Züchter
des Zwerg-Hamburger-Huhnes
 
Aus alten Berichten ist zu entnehmen, dass sich schon Ende des vorletzten Jahrhunderts Zuchtfreunde Gedanken machten, die feinen Formen der damals stark verbreiteten Hamburger und ihre schönen Zeichnungen in der Größe eines Zwerghuhnes zu vereinen. Im Jahr 1893 berichtete „Dürigen“ in seinen „ Kennzeichen ...“, dass die Zwerg-Hamburger im Werden begriffen seien. Bei Ausstellungen wurden diese aber kaum gesehen. Von englischen Schauberichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Zwerg-Hamburger häufiger erwähnt und in einer Schrift aus dem Jahr 1908 finden wir eine Würdigung der Zwerge, wobei der Verfasser berichtete, dass schon wirklich gute Zwerg-Hamburger gezeigt wurden. Aus England kamen dann die Zwerg-Hamburger in die Niederlande.
Die Holländer betrachteten die Zwerg-Hamburger als ihre Nationalrasse und brachten ihnen damit auch große Aufmerksamkeit entgegen. Sie wurden schon um 1900 in vielen Farbenschlägen gezüchtet. Aus dem Jahr 1947 wird in Holland von einer Ausstellung in Enschede berichtet, dass dort Zwerg-Hamburger in sieben Farbenschlägen zu sehen waren, und zwar die Farbenschläge Silberlack, Goldsprenkel, Silbersprenkel, Gelbweiss-gesprenkelt, Goldweiss-gesprenkelt und hennenfiedrig.
In dieser Zeit begann ein reger Austausch von Tieren und Bruteiern mit den Niederlanden und so kamen auch die Zwerg-Hamburger-Silberlack verstärkt zu uns. Der Erste Weltkrieg vereitelte eine weitere Ausbreitung der Zwerge in Deutschland. Aber schon zu Beginn der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren besonders die Silberlack häufiger bei den Ausstellungen zu sehen. Bei den Ausstellungen in Hannover der Jahre 1920 und 1921 wird von aus Holland eingeführten Zwerg-Hamburger-Silberlack berichtet. Sie zeigten aber noch nicht den Hamburger Typ, so ein Berichterstatter der Deutschen Geflügelzeitung. Es waren rosenkämmige Zwerghühner mit schwarz-weißem Gefieder, denn von einer regelrechten Tupfenzeichnung und Lack konnte keine Rede sein. Die Hennen waren in Farbe vollkommen stumpf und wiesen eine große Anzahl von vollständig schwarzen Federn besonders in der Bürzelgegend auf. Vollkommen weiß dagegen war die Kehle, die sich bei Ihnen meist zu einem großen Latz erweiterte. Die Hähne waren steilschwänzig, zeigten Hängeflügel, hatten ebenfalls viele schwarze Federn im Sattelbehang und in den Nebensicheln, während der Halsbehang meist rein weiß war. Kämme und Ohrsscheiben ließen selbstverständlich noch viel zu wünschen übrig. Es waren also nur Anfänge eines neuen Zwerghuhnes.
In einem Brief des späteren Mitgründers des Sondervereins, Emil Uhlmann, berichtet dieser, dass er 1922 aus Kreuzungen von großen Silberlack mit schwarzen Bantam und einem von Büttner gekauften Zwerg-Hamburger-Silberlack aus Holländischer Zucht gute Erfolge erzielte und bei den Ausstellung seine Tiere gezeigt hat. Anfang der dreißiger Jahre standen dann schon 20 bis 30 stark verbesserte Zwerg-Hamburger-Silberlack bei den Großschauen.
Auch mit der Erzüchtung der Zwerg-Hamburger, Goldlack, beschäftigten sich mehrere Züchter. In einem Bericht einer englischen Schau im Jahr 1925 schildert der Schreiber mit begeisterten Worten die Schönheit einiger Goldlackzwerge. Aus Holland hört man ebenfalls aus dieser Zeit von erfolgreichen Zuchtergebnissen. Auch in diesen Jahren hat sich unter anderem der Emdener Züchter H. Dirks mit der Herauszüchtung durch Kreuzung von Goldlack x schwarze Bantam x Zwerg-Silberlack beschäftigt. Leider konnte er aus Kostengründen keine Tiere aus dem Ausland importieren.
In dem Kalender für Geflügelzüchter 1928 ist unter der Rubrik Neuheiten unter den Zwerghühner folgender Bericht zu lesen: „Sehr günstig präsentierten sich die Zwerg Hamburger Silberlack. Sie sind in der Linienführung der Form, der Proportion der Körperteile, Anordnung und Feinheit der Zeichnung sehr gut herausgeholt. Nach den ersten Ansätzen vor einigen Jahren hat sich diese Rasse, die bisher nur in Silberlack gezüchtet wird, recht gut verbreitet und vor allem auch sehr gut weitergebildet. Die Kleinheit der Form ist durchweg sehr gut. Auch die Form selbst zeigt den eleganten Schwung, der der Großrasse eigen ist“. Erstmals bei einer Großschau, 1929 bei der Nationalen in Leipzig, stand eine größere Anzahl von Goldlackzwergen des Züchters Albert Kraus. Der Autor schreibt: „Es waren der Farbe und Form nach schon recht ansprechende Tiere, die ihrem Züchter alle Ehre machten. Feine Qualitäten zeigte besonders der Spitzenhahn, de einer schärferen Kritik standhalten konnte.“
Was haben die deutschen Züchter aber in den nächsten Jahren daraus gemacht? 
Die Wirtschaftlichkeit dieses Zwerghuhnschlages, der wiederstandsfähig ist, vorzüglich legt und guter Futtersucher ist, ebnete den Silberlack-Zwergen den Weg. Die Wirtschaftlichkeit spielte damals eine ganz besondere Rolle. So war in der Geflügel Börse 1934 zu lesen: „Was die wirtschaftlichen Beziehungen unserer Hamburger Zwergsilberlack anbelangt, so kann auch hier gesagt werden, dass sie die in sie gesetzten Hoffnungen restlos erfüllen, ja sogar bei richtiger Fütterung übertreffen. Eier bis zu 45 Gramm und Hennen mit einem Gelege von 120 bis 150 Eiern sind keine Seltenheit. An die Platzverhältnisse stellen sie auch keine großen Ansprüche. Darum möchte ich jedem Züchter, der nicht über große Platzverhältnisse verfügt aber Lust und Liebe zum Züchten hat und gerne ein farbenfrohes Bild auf seinem Hühnerhofe besitzen möchte, raten zu diesen Hühnern zu greifen. Sie sind stets eine Augenweide für jeden Besucher“. Diese schon damals dargestellte Aussage können wir voll und gut in die heutige Zeit übertragen.
Anfang der dreißiger Jahre bei der Nationalen in Essen und in Leipzig wird von großen Fortschritten berichtet Die von Richard Herzog gezeigten Tiere kommen schon den damals gewünschten Zielen sehr nahe. Mit begeisterten Worten schrieb der Holländische Hauptschriftleiter der Zeitung „ De Kleinveewereld“ van Gink über die großen Zuchtfortschritte der Silberlackzwerge. Aber schon damals war die Tupfengröße, wie auch heute, schon ein besonderer Punkt. Herr van Gink ist der Ansicht, dass eine kleinere Tupfung, die die Grundfarbe mehr hervortreten lässt, ansprechender wirke, als eine große Tupfung, die man in Holland fand. Anderseits muss unbedingt daran festgehalten werden, dass der runde Tupfen am Federende auch seitlich bis an den Federrand herantritt, dass er also nicht auf beiden Seiten von schmalen, weißen Säumen eingefasst wird. Weiter schreibt van Gink: „Wir wissen ja alle, die wir einmal Silberlack züchteten, dass bei kleineren Tupfen der grüne Lack verloren geht und die Tupfen glanzlos werden“.
Ein weiteres Problem war die Kehlzeichnung bei der Henne und die fast weiße Halszeichnung bei den Hähnen. Zwar waren Anfang der dreißiger Jahre hier schon deutliche Fortschritte erzielt, jedoch zeigten selbst die Spitzentiere hier immer noch Mängel. Ein ganz anderer Punkt ist jedoch die Form. So war damals die Forderung, auch in der Musterbeschreibung von 1932 verankert: „Ein guter Hamburger zeichnet sich vor allen Dingen durch seine hochgetragene Brust und seine schlanke Figur (Fasanenart) aus“. Dieses damals typische Merkmal ist auch in den Abbildungen, besonders bei den Hähnen, deutlich zu erkennen und unterscheidet sich deutlich zu unserer heutigen Musterbeschreibung.
Neben der Tupfenzeichnung , den hellen Kehlen bzw. der hellen Halszeichnung traten deutliche Probleme in der Besichelung der Hähne auf. Trotz größter Bemühungen der Züchter konnten damals kaum Zuchtfortschritte erzielt werden.
Im Jahr 1933 erfolgte dann die Gründung des Sondervereins der Züchter aller
Hamburger Zwerge. Leider liegen keinerlei Gründungsunterlagen aus dieser Zeit vor. Erstmals ist in einem Bericht des Sondervereins in der Geflügel-Börse vom 13. April 1934 von der Gründung des Sondervereins zu lesen. Aus diesem Bericht geht hervor, dass die Gründung des Sondervereins der Züchter aller „Hamburger Zwerge“ endlich zustande
gekommen ist und dieses die Züchter unserer schönen und nützlichen Zwerghühner mit Freuden zur Kenntnis genommen haben. Weiter wird berichtet: „Erfreulicherweise war eine größere Anzahl Züchter sofort beigetreten und weitere neue Mitglieder sind dem Sonderverein inzwischen beigetreten, wenn auch noch etliche Züchter dem Sonderverein noch abseits stehen.“
 
Zum 1. Vorsitzenden wurde der damals bekannte Züchter Richard Herzog gewählt und der spätere langjährige Vorsitzende, Emil Müller II, Albig, übernahm das Amt des Kassierers. Der Beitrag betrug damals 3 Mark.
Die Zwerg-Hamburger nahmen in den folgenden Jahren einen beachtlichen Aufschwung und waren bei allen Ausstellungen in größeren Tierzahlen zu sehen.
Diese positive Entwicklung nahm aber ein jähes Ende in den schweren Tagen des letzten Weltkrieges. All die viele Züchterarbeit war zerstört und viele Zuchtfreunde konnten ihrem schönen Hobby nicht mehr nachgehen.
1947 nahm dann der bekannte und langjährige Vorsitzende Paul Weber, Mölkau bei Leipzig, die Arbeit des Sondervereins wieder in die Hände und erwarb sich große Verdienste im Wiederaufbau der Zuchten der Zwerg-Hamburger.
 
 
Zu den wenigen alten Mitgliedern gesellten sich vorwiegend aus dem Großraum Leipzig einige interessierte neue Zuchtfreunde. Durch Austausch von Eiern begann man wieder die Zucht aufzubauen. Tierbesprechungen und Sonderschauen, wurden vorwiegend in Leipzig abgehalten.
Durch die Benennung von Sonderrichtern und ihre konsequente Richtertätigkeit wurde die Qualität der Zwerg-Hamburger ständig verbessert. Auf einigen Bildern sind noch sehr gut die Ausgangstiere zu erkennen. Sie entsprachen den Tieren, die man aus den Anfängen der dreißiger Jahre her kannte. Große Unterstützung erhielt er weiter von unserem Ehrenvorsitzenden, Gerhard Bornemann, Taucha.
Die Trennung unseres Vaterlandes bereitete den Zuchtfreunden, die gemeinsam die Zucht vorantreiben wollten, ein schnelles Ende. Der Austausch von Tieren sowie gemeinsame Ausstellungen waren kaum möglich. Unter großen Schwierigkeiten wurde unserem Zuchtfreund Fritz Kühne, Kassel, 1956 letztmalig die Möglichkeit gegeben in Leipzig auszustellen. Gemeinsam wurde in Leipzig 1957 entschieden in Westdeutschland einen 2. Sonderverein zu gründen, was dann auch schon bei der Nationalen in Köln 1958 gelang, da eine Zusammenarbeit mit den ostdeutschen Zuchtfreunden aufgrund der politischen Situation unmöglich gemacht wurde.
 
 
In den ersten Jahren fanden jeweils die Jahreshauptversammlungen mit der Hauptsonderschau in Hannover statt.
Im Bild die erste JHV 1959 auf der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover nach der Neugründung in der Bundesrepublik. Sitzend von links: Kassierer Heinrich Strakeljahn, 1.Vorsitzender Fritz Kühne, Zuchtfreund Hedler, stehend von links: Sonderrichter Willy Bock, Anton Schumann, Karl Fortmann, Erhard Kühne, Heinrich Schech, Besuch aus der DDR Schriftführer der SZG Rudi Singer, Josef Borghorst.
Im gleichen Jahr schlossen sich weitere Mitglieder dem Sonderverein an, so dass Ende 1958 schon über 20 Mitglieder dem Sonderverein angehörten. Heute gehört nur noch Anton Schumann seit Gründung im Jahr 1958 dem Sonderverein an. Besonders wertvoll war es, dass gleich nach Gründung unseres Sondervereins unsere verstorbenen Preisrichter Willy Bock und Richard Hellmann die wichtigste Arbeit übernehmen konnten, um eine gleichmäßige Bewertung sicherzustellen und den Mitgliedern in der Zucht entscheidende Hinweise zu geben. Diesem 1958 gegründeten Sonderverein stand in seiner erfolgreichen
 
Aufwärtsentwicklung Fritz Kühne, Kassel, als Vorsitzender vor. Die Silberlack entwickelten sich zu einer sehr beliebten Rasse mit stark steigenden Ausstellungszahlen. In den sechziger Jahren haben sich dann auch mehrere Züchter mit den Zwerg-Goldlack beschäftigt und recht brauchbare Tiere herausgezüchtet.
 
Der erste Höhepunkt war 1968 auf der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover , der Wettbewerb um den Goldenen Siegerring.
 
Wettbewerb um den Goldenen Siegerring
bei der Deutschen Junggeflügel Schau in Hannover 1968
 
 
Die damals für unmöglich gehaltene Anzahl von 136 Tieren stellte sich dem Preisrichter. Zwei wunderschöne Tiere erhielten die Note Vorzüglich. Ein Hahn von Anton Schumann mit wunderschöner typischer langer Form, großen runden Tupfen, bester Zeichnung in Hals, Sattel und Binden sowie feinem Kopf zeigte den deutlichen Aufwärtstrend bei den Zwerg Hamburgern.
Auch die mit „V“ ausgezeichnete Henne von Ronald Caspers verkörperte alle
Vorzüge eines schönen Zwerg-Hamburgers mit bester Form, großen runden Tupfen, und trotzdem kein überzeichnetes Zeichnungsbild, Hervorzuheben die klare Zeichnung der Kehle, der Binden und der Stufen.
Diese beiden, aber auch viele weitere Tiere konnten voll überzeugen und den großen Zuchtfortschritt in den zehn Jahren seit Bestehen des Sondervereins dokumentieren.
Der Präsident des BDRG, Wilhelm Ziebertz, überreichte, anlässlich der Festveranstaltung mit Züchterabend auf dem Messegelände, dem Erringer, Anton Schumann, Balge, den „Goldenen Siegerring“.
Nach diesem Großereignis und den großartigen Zuchterfolgen galt es, das Erreichte zu erhalten, zu festigen sowie weitere Zuchtziele voranzutreiben. Hier
waren im Wesentlichen zu nennen: Bei den Hähnen Kamm, Kehllappen, Rückenlinie, Ohrscheiben, saubere Grundfarbe, Hals- und Sattelzeichnung, bei den Hennen, Kehl- und Kopfzeichnung, saubere Grundfarbe, Tupfengröße und eine klare nicht überladene Zeichnung.
 
Die Jahreshauptversammlungen fanden zunächst anlässlich der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover statt. Im Jahr 1967 entschlossen wir uns diese in die Sommermonate zu verlegen. So fand 1967 die erste Sommertagung mit Jahreshauptversammlung in Thesen/ Westfalen statt. Ihr folgten bis zum heutigen Tag in jedem Jahr viele wunderschöne Sommertagungen vom höchsten Norden in Burg bis zum tiefsten Süden im Rheinau bei Kehl. und 2007 sogar in Romoos in der Schweiz.
 
Den wohl größten Erfolg konnten wir 1972 und 1976 verzeichnen. Schon Anfang der dreißiger Jahre trug man sich mit dem Gedanken der Erzüchtung der schwarzen Zwerg-Hamburger. Zunächst sah man aber wieder davon ab, da es zu Verwischungen von schwarzen Zwerg-Hamburgern und schwarzen Bantam kommen könnte. Zuchtfreund Horst Rommel stellte recht ansprechende Tiere auf der Lipsia in Leipzig von 1966 bis 1971 vor, was dann zur Anerkennung der schwarzen 1971 führte. Auch in der BRD bemühte man sich um die Anerkennung. Unser sicher unvergessener Zuchtfreund und Bantam-Spezialist, Georg Beck, war zunächst auch dieser Meinung und gab seine Bedenken zu dem Anerkennungsantrag. Unser Zuchtfreund Josef Tapken hat mit seiner Frau unermüdlich, mit vielen Zuchtlinien, wesentliche Voraussetzungen bei der Herauszüchtung der Schwarzen geschaffen. Bei der Vorstellung legten wir größten Wert auf die typische Hamburger-Form und so stand 1976 der Anerkennung nichts mehr im Weg.
 
Im Jahr 1979 legte der 1. Vorsitzende, Fritz Kühne, sein Amt in jüngere Hände und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolge übernahm der Anton Schumann.
 
Die Wiedervereinigung
 
Die größte Freude, auch für uns Geflügelzüchter und den Sonderverein, war im Jahr 1989 die Grenzöffnung und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Nun konnten wir endlich wieder vereint unsere Ausstellungen begehen, uns über unsere schönen Zwerg-Hamburger gemeinsam freuen und Tiere austauschen. Damit war die Möglichkeit einer Zusammenführung zu einem Sonderverein gegeben.
Zum ersten Mal konnten wir gemeinsam die Hauptsonderschau 1990 in Großostheim beschicken. Sie wird für viele Zuchtfreunde unvergessen bleiben.
 
Nach den entsprechenden Beschlüssen beider Sondervereine erfolgte 1991 die Zusammenführung des Sondervereins. Der Vorsitzende der SZG, Gerhard Bornemann, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt und Anton Schumann führt das Amt des Vorsitzenden im gemeinsamen Sonderverein weiter. Bei der folgenden Sonderschau 1991 in Hoya konnten wir 381 Zwerg-Hamburger bewundern. Eine Zahl, die wir wohl so schnell nicht wieder erreichen werden.
In den alten und neuen Bundesländern hatten sich zu dieser Zeit mehrere Zuchtfreunde mit der Anerkennung neuer Farbenschläge beschäftigt. In den Jahren 1989 bis zur Anerkennung1991 zeigten die Zuchtfreunde Heinrich Friedrichs, Bruno Haubrich, Dieter Riedel und Werner Schnelle ihr züchterisches Können mit der Vorstellung und Anerkennung der Goldsprenkel.
 
Schon Ende der achtziger Jahre bemühte sich unser Altmeister, Karl Fischer, mit der Anerkennung der Zwerg-Silbersprenkel. Auch hier erfolgte nach dreijähriger Vorstellung der Tiere unserer Zuchtfreunde Karl Fischer, Josef Langfermann und Uwe Seidemann die Anerkennung der Zwerg- Hamburger Silbersprenkel, mit größtem Lob für die 3 Aussteller.
 
Auch das Bemühen die weiteren beiden einfarbigen Farbenschläge, der weißen und der blauen Hamburger zu verzwergen, ließ nicht auf sich warten. So waren es die Zuchtfreunde Hermann Bach, Reinhold Führer und Albert Wetzel, denen 1993 als Lohn ihrer züchterischen Arbeit die Anerkennung des weißen Farbenschlages zugesprochen wurde.
Im folgenden Jahr 1994 konnte auch Zuchtfreund Friedbert Peter nach langer mühevoller Zuchtarbeit mit Stolz die Anerkennung des blauen Farbenschlages erreichen. Somit sind alle Farbenschläge der großen Hamburger auch als Zwerghühner anerkannt.
 
Der Sonderverein kann in diesem Jahr sein 75 jähriges Bestehen feiern. An dieser Stelle sei den Gründern und Pionieren der Zwerg-Hamburger-Zucht besonders gedankt. Nennen möchte ich insbesondere die langjährigen Vorsitzenden Emil Müller II, Albig; Paul Weber, Mölkau; Fritz Kühne, Kassel, und nicht zuletzt unseren Ehrenvorsitzenden Gerhard Bornemann, Taucha. Selbstverständlich haben sie sich in all den Jahren uneigennützig für die Belange und zum Wohl unseres Sondervereins eingesetzt.Die Zwerg-Hamburger gehen in ihrem Ursprung auf holländische und englische Zuchten zurück. So ist es selbstverständlich, dass auch enge Kontakte zu Zuchtfreunden in den Nachbarländern bestehen und einige sind Mitglied in unserem S.V. Diese Kontakte sind in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Inzwischen finden viele Besuche von und zu unseren Zuchtfreunden in Holland, der Schweiz und Dänemark statt. Zeichen dieser großen Verbundenheit war unsere letzte unvergessene Sommertagung und Jahreshauptversammlung in Romoos in der Schweiz organisiert von unserem Schweizer Mitglied Simon Zehnder. Dem Sonderverein gehören zurzeit über 102 Mitglieder an. Dies ist eine Folge von langjähriger erfolgreicher Arbeit des Sondervereins und ihrer Mitglieder mit dem Ziel, dass uns unser Hobby im heutigen sehr harten Alltagsleben Entspannung und Freude bringen möge.
Die vielen Freundschaften der Züchterfamilien im gesamten Deutschland und den Nachbarländern trugen zu der erfolgreichen Arbeit des Sondervereins bei. 
 
Mit ihren Familien treffen sich die Züchter in jedem Jahr zur Sommertagung mit Jahreshauptversammlung und der Hauptsonderschau, in der Regel organisiert von einem unserer Zuchtfreunde. Diese beiden Veranstaltungen sind die größten Ereignisse im Kreise der Zwerg-Hamburger-Züchter. Sie sind zwar geprägt von den Gesprächen über unserer schönen Zwerg-Hamburger, jedoch kommen auch die privaten Gespräche nicht zu kurz.
Wir hoffen auch weiterhin, dass sich die Mitgliederzahl weiter erhöht. Durch die Vielfalt an Farbenschlägen bietet sich jedem eine große Auswahl an Farbenpracht und Zeichnung. Verbunden mit einer schönen eleganten Form und lebhaften Kopfpunkten vervollkommnen sie die Zwerg-Hamburger. Interessierten Züchtern sind wir beim Aufbau einer Zwerg-Hamburger-Zucht gern bereit zu helfen und würden uns freuen, wenn sie unserem Sonderverein beitreten.
 

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